
Einmal pro Monat gibt es an der VHS Gütersloh die Gelegenheit, in zwangloser Runde französisch zu reden. Die Themen orientieren sich an Videos aus der Mediathek von ARTE, sodass in der Veranstaltung Ausschnitte angesehen und kommentiert werden können. Das Sprachniveau richtet sich nach den Teilnehmern. Da die Filme in deutsch und französisch in der Mediathek angeboten werden, kann man sich auch vorab über die Inhalte der table ronde informieren.
Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer vorab am den Termin erinnert und über das jeweilige Thema informiert werden will, wende sich per mail an wolfgang.hellmeier@guetersloh.net.
Villa der VHS Gütersloh, Beginn jeweils um 19.45 Uhr
Nächster Termin am Mittwoch, 14. Oktober, 19.45 Uhr, VHS Villa:
Können wir ohne Arbeit leben?
im Frühjahr dieses Jahres hat Elon Musk in einem Interview prognostiziert, dass in ein paar Jahren Roboter bzw. KI alle Arbeiten übernehmen könnten. Die Menschen hätten dann keine Pflichten mehr und könnten ihre Hobbys leben. Viele Kommentare zu diesem Interview beschäftigten sich mit der Frage, wie wir dann Geld für unseren Lebensunterhalt bekommen; ARTE hat sich die Frage gestellt, ob wir ohne Arbeit leben können.
Diese Frage wollen wir in unserer table ronde am kommenden Mittwoch auch diskutieren.
Klar, wir alle freuen uns auf den Urlaub und auf arbeitsfreie Zeiten, aber doch eigentlich eher im Kontrast zu den Arbeitstagen und nicht als Dauerzustand, oder? Auch der Ruhestand wird unterschiedlich gesehen. Einerseits endlich Schluss mit Stress, Fremdbestimmung und Arbeitsdruck, aber auch Langeweile, fehlende Anreize, Einsamkeit und das Gefühl, überflüssig zu sein.
Was würde es also bedeuten, wenn wir schon bei der Geburt wüssten, dass wir nie irgendeine “Pflichtarbeit” ausüben müssten? Ist das ein erstrebenswerter Zustand? Würden wir dann voller Energie all die Projekte angehen, von denen wir heute nur träumen und die wir mit dem Argument aufschieben, wir müssten ja Geld verdienen? Oder werden wir dann alle zu uninteressierten, trantütigen Individuen, die nur noch auf Animation und Zerstreuung von außen warten?
Am Mittwoch, 7. Oktober, wurde in der NW über eine Studie zu unserer Arbeitswelt berichtet, nach der nicht nur Überforderung sondern auch Unterforderung im Beruf krank machen kann. Brauchen wir also “Lohn”-arbeit für unser Wohlbefinden? Oder muss sich die Art der Arbeit ändern? Es gibt ja auch eine Menge Tätigkeiten, die niemand aus Vergnügen oder Interesse macht, sondern wirklich nur um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die geben wir doch gerne den Robotern.
Ich denke, Sie haben sofort Kommentare zu dem Thema. Hier ein paar Fragen, die mir eingefallen sind:
Man kann auch historisch fragen:
Wie immer hoffe ich, Sie auf das Thema neugierig gemacht zu haben und freue mich auf lebhafte Gespräche.
https://www.arte.tv/fr/videos/127467-003-A/pouvons-nous-vivre-sans-travail/
https://www.arte.tv/fr/videos/133252-002-A/karambolage/
Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Hellmeier